Die WINEA ECO Tische im Bestand von Maersk sind zu diesem Zeitpunkt bereits über zehn Jahre im Einsatz, beschafft über unseren Fachhandelspartner Gärtner aus Hamburg, der auch das neue Projekt umsetzt. Die elektromotorisch höhenverstellbaren Tische laufen dank der verbauten Technologie stabil, Ersatzteile sind verfügbar. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht „Was kaufen wir neu?", sondern „Was können wir behalten?".
Bei den WINEA ECO Bestandstischen (hier ein Bild der Ersteinrichtung im Jahr 2016) wurden vor Ort die Platten und das Bedienelement ausgetauscht.
Rund 400 dieser Tische werden nicht ersetzt, sondern vor Ort aufgearbeitet. Ausgetauscht werden zwei Komponenten: Die alten Tischplatten weichen neuen SARA Platten, die Bedienelemente einer neueren Generation. Möglich machen das der modulare Aufbau der Tische und die hochwertige, aufwärtskompatible Steuerung.
Die ausgebauten Tischplatten gehen zurück in den Ressourcenkreislauf, die Gestelle bleiben im Einsatz.
Für den zusätzlichen Flächenbedarf kommen rund 400 neue Arbeitsplätze der Serie WINEA FLOW inklusive Stauraum hinzu. In Summe rund 800 Arbeitsplätze, die Hälfte davon aus erneuertem Bestand. Auch alle neuen Tischplatten und Korpusse bestehen aus dem SARA Material, einer Spanplatte aus 100 % recyceltem Altholz.
Die neuen Platten und Korpusse kommen damit ohne frisch eingeschlagenes Holz aus. Nach der Nutzung können die Platten stofflich verwertet und zu neuen SARA Platten verarbeitet werden.
Ein Plattentausch vor Ort braucht ein eingespieltes Netzwerk mit kurzen Wegen: Fachhandelspartner, Monteure, Hersteller und Recyclingunternehmen. Gärtner koordiniert vor Ort, WINI liefert Platten, Bedienelemente und Ersatzteile, die ausgebauten Materialien finden ihren Weg zurück in den Kreislauf.
Unser Anspruch ist es, Möbel so zu bauen, dass sie sich nach zehn Jahren und mehr aufarbeiten und weiternutzen lassen. Genau darin zeigt sich zirkuläres Design: Gestelle, die nach über zehn Jahren weiter im Einsatz sind, Platten und Bedienelemente, die sich einzeln tauschen lassen, und Altplatten, die in den Wertstoffkreislauf zugeführt werden.
Dieser WINI Case zeigt, was modularer Aufbau, Reparierbarkeit und hochwertige, verfügbare Ersatzteile über die Nutzungsdauer ermöglichen: Möbel lassen sich nach über zehn Jahren aufarbeiten statt entsorgen. Ein pragmatischer Umgang mit dem, was schon da ist. Bestand prüfen, aufarbeiten, ergänzen und Materialien zurückführen: So geht Kreislaufwirtschaft in der Praxis.
Ob sich Ihr vorhandener Bestand aufarbeiten und um Arbeitsplätze mit SARA Platten aus recyceltem Altholz ergänzen lässt, klärt sich am besten im direkten Gespräch. Sprechen Sie mit uns über Refurbishment-Optionen für Ihre Einrichtung oder lassen Sie gemeinsam mit Ihrem Fachhandelspartner prüfen, was sich behalten, erneuern und in den Kreislauf zurückführen lässt.
Jürgen Jordan
Leiter Consulting und Architektenberatung