Nachhaltige Büromöbel
von WINI

Mit jedem Schritt besser

WINI versteht Nachhaltigkeit als kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Bei der Entwicklung und Produktion von Büromöbeln berücksichtigt WINI Materialien, Lieferketten, Energie, Emissionen, Reparierbarkeit, Nutzungsdauer und Recyclingfähigkeit.
Nachhaltigkeit ist keine Ziellinie, die irgendwann überschritten wird, sondern als einen Weg, der morgens beginnt, mittags neue Fragen stellt und abends ein kleines Stück besser endet als er gestartet ist. Es ist eine stetige Bewegung, getragen von vielen kleinen, konsequenten Schritten, die sich addieren – im Design, in der Produktion, in der Nutzung und auch dann noch, wenn unsere Möbel ihr erstes Leben hinter sich haben.

Vier Leitlinien für nachhaltige Büromöbel bei WINI

Damit dieser Weg dauerhaft Sinn stiftet und in die richtige Richtung führt, orientieren wir uns bei WINI an vier wesentlichen Leitlinien der Nachhaltigkeit:

Kreislaufwirtschaft

Der Rahmen, in dem wir denken. 

Wir entwickeln Möbel, die nicht auf ein Ende hinauslaufen, sondern auf einen nächsten Anfang – im Kreislauf gedacht, von der ersten Linie im Design an.

Über 90 % der in WINI Büromöbeln eingesetzten Materialien sind recyclingfähig; der digitale Produktpass (UPID) unterstützt Reparatur und Wiederverwendung.

Umwelt

Wir reduzieren unseren Ressourcenverbrauch, setzen wo möglich auf verantwortungsvoll gewonnene Materialien.

Wir vermeiden Abfälle und Emissionen und denken Energie- und Transportwege so effizient wie möglich. Wir fragen bei jeder Entscheidung, wie Umweltwirkungen messbar verringert werden können.

Die SARA-Spanplatte besteht zu 100 % aus recyceltem Holz, über 97 % des Heizenergiebedarfs erzeugt WINI selbst, über 97 % der Komponenten stammen aus der EU.

Soziales

Es geht um die Menschen mit denen und für die wir täglich arbeiten.

Wir fördern gesundes, sicheres Arbeiten und achten auf faire Bedingungen entlang der Wertschöpfungskette. Wir gestalten Zusammenarbeit so, dass Respekt, Chancengleichheit und Entwicklung möglich werden. Das gilt für unser eigenes Unternehmen als auch für Partner und Lieferanten.

Verbindliche Grundlage sind ein Verhaltenskodex für Lieferanten sowie geprüfte Arbeits- und Qualitätsstandards (u. a. Quality Office).

Wirtschaftlichkeit

Weil nur tragfähige Entscheidungen langfristig Wirkung entfalten.

Wir setzen auf Qualität, Langlebigkeit und marktfähige Lösungen, die sich im Alltag bewähren. Wir arbeiten konsequent an transparenten Prozessen, verlässlicher Planung und Entscheidungen, die langfristig stabil sind.

10 Jahre Garantie und langfristige Ersatzteilverfügbarkeit sichern lange Nutzungsdauer und Werterhalt.

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Die SARA Platte ist eine neuartige Spanplatte, bei deren Produktion ausschließlich Altholz verwendet wird. Kein Baum muss mehr für SARA gefällt werden, kein Lebensraum für Flora und Fauna wird zerstört, bestehende Ressourcen werden effizienter genutzt.
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getrennt und ebenfalls recycelt
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Die Nachhaltigkeits-Siegel bei WINI kurz erklärt

EMAS ist ein europäisches Umweltmanagementsystem. Es verpflichtet Unternehmen zu geprüfter Umweltleistung, transparenter Dokumentation und kontinuierlicher Verbesserung. An WINI vergeben durch die Industrie- und Handelskammer Hannover, Ersteintragung 20011, gültig bis 30.09.2030

ISO 9001 ist eine internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme. Sie beschreibt Anforderungen an strukturierte Prozesse zur Sicherung und Weiterentwicklung der Produkt- und Servicequalität. An WINI vergeben durch die DQS GmbH, gültig bis 15.08.2027.

ISO 14001 ist eine internationale Norm für Umweltmanagementsysteme. Sie unterstützt Unternehmen dabei, Umweltauswirkungen systematisch zu erfassen, zu steuern und kontinuierlich zu verbessern. An WINI vergeben durch die DQS GmbH, gültig bis 15.08.2027.

Quality Office ist ein Qualitätszeichen für Büroeinrichtungen. Es bewertet Produkte nach Anforderungen an Sicherheit, Ergonomie, Funktionalität, Flexibilität, Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und begleitenden Service. Die Quality Office-Zertifikate für WINI werden produktspezifisch vom Qualitätsforum Büroeinrichtungen vergeben.

WINI ist nach FEMB LEVEL 3 zertifiziert – dem Nachhaltigkeitsstandard der European Furniture Federation (FEMB). LEVEL 3 ist die höchste Stufe des FEMB-Zertifizierungsprogramms und bestätigt, dass Produktion, Materialien, Sozialstandards und Unternehmensführung die Anforderungen eines überprüften Nachhaltigkeitsmanagementsystems erfüllen. WINI wird regelmäßig produktgruppenspezifisch nach FEMB Level 3 vom TÜV Rheinland zertifiziert. Die jüngste Zertifizierung erfolgte 2024.

Das GS-Zeichen steht für „Geprüfte Sicherheit“. Es bestätigt, dass ein verwendungsfertiges Produkt durch eine unabhängige Prüfstelle auf sicherheitstechnische Anforderungen nach dem Produktsicherheitsgesetz geprüft wurde. Die TÜV/GS Zertifikate von WINI werden produktspezifisch vom TÜV Süd vergeben.

Der Blaue Engel ist ein deutsches Umweltzeichen. Für Möbel aus Holz und Holzwerkstoffen kennzeichnet er emissionsarme Produkte für den Innenraum und berücksichtigt unter anderem Umwelt- und Gesundheitsanforderungen. Das Umweltzeichen “Blauer Engel” wird produktspezifisch von der  RAL gGmbH an WINI vergeben.

Die WINI Nachliefergarantie beträgt 10 Jahre über alle WINI Produkte. Sie beginnt mit dem Status als Nachlieferprodukt in den WINI Preislisten. Die Garantie sichert die Produktfunktion; ein identischer 1:1-Ersatz ist dafür nicht erforderlich.

Für gewerbliche Kunden gewährt WINI eine Langzeitgarantie von 10 Jahren ab Produktionsdatum, sofern die Bedingungen der WINI Garantieerklärung erfüllt sind. Die Garantie unterstützt eine langfristige Nutzung und Investitionssicherheit.

Nachhaltig wird es für uns dort, wo nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft Umwelt, Mensch und Wirtschaftlichkeit miteinander im Gleichgewicht stehen, ohne dass einer der Aspekte die anderen dominiert.

Beispielhafte Zahlen, die zeigen, wo wir stehen und was uns antreibt.

Die SARA Spanplatte besteht zu 100% aus recyceltem Altholz und kann in allen WINI Möbeln mit Tischplatte oder Korpus verbaut werden.

Wir erzeugen über 97 % unseres Heizenergiebedarf durch eine eigene Erzeugungsanlage am Standort Marienau.

Mehr als 95 % der in WINI Möbeln verbauten Komponenten stammen von Lieferanten innerhalb der Europäischen Union.

WINI produziert alle Möbel zu 100 % am Standort Marienau in Deutschland.

WINI gewährt  Kunden eine 10-jährige Nachliefergarantie auf alle Produkte. Sie beginnt mit dem Wechsel eines Produktes in den Nachlieferstatus.

Mehr als 90 % der in WINI Möbeln eingesetzten Materialien sind recyclingfähig.

WINI wurde 1908 gegründet und ist bis heute familiengeführt.

Möbel von Anfang an richtig machen

Unser Weg beginnt dort, wo man ihn nicht sofort sieht: bei der Idee und Konzeption eines Produktes. Bei Materialien, Lieferketten, Energie sowie Emissionen. 

In der ökologischen Betrachtung fragen wir deshalb zuerst: Was entnehmen wir der Umwelt? Was geben wir ihr zurück? Wie können wir Ressourcen schonen, Belastungen reduzieren und Entscheidungen treffen, die auch in zehn und mehr Jahren noch Bestand haben?

Wir übernehmen Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette – von den eingesetzten Rohstoffen über die Fertigung, den Transport, die Nutzung bis hin zum Recycling. Wir wollen Umweltwirkung nicht „am Ende“ zur Kenntnis nehmen, sondern von Anfang an mitdenken.

WINI Sourcinglandkarte

Wer im Kreislauf denkt, denkt vor

Auf unserem Weg gibt es einen Schritt, bei dem Haltung Form annimmt. Aus Überzeugung wird ein Produkt. Hier wird Nachhaltigkeit greifbar: im Design, in der Qualität der Verarbeitung, in der Konstruktion und daran, ob das Möbel reparierbar ist, ob sich Teile trennen und Komponenten austauschen lassen.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, kreislauffähige Möbel – also hochwertige Gebrauchsgegenstände – zu schaffen, die so gestaltet sind, dass sie

  • möglichst lange genutzt werden können, weil Qualität und Funktion stimmen
  • möglichst einfach instandsetzbar bleiben, weil Komponenten repariert oder ausgetauscht werden können
  • wieder demontierbar sind und Materialien getrennt, wiederverwendet oder recycelt werden können

Wir entwickeln unsere Möbel entlang ihres gesamten Lebenszyklus vom Neuprodukt bis zum Produktlebensende. Der Kreislauf startet nicht beim Recycling. Er beginnt beim Design.

Ein gutes Beispiel: SARA

Nachhaltigkeit ist immer auch eine soziale Entscheidung

Ein Büromöbel steht nicht nur im Raum. Es steht in einem Arbeitsalltag, in Teams, in Organisationen. Es prägt, wie Menschen miteinander arbeiten, sich fühlen, verhalten, kommunizieren und zusammenkommen.

Die soziale Dimension von Nachhaltigkeit wird deutlich an der Verantwortung, die wir für Menschen übernehmen – im eigenen Unternehmen, entlang der Lieferkette und im Nutzungskontext. Leitplanken unseres Weges sind die SDGs der Vereinten Nationen: Fairness, Gesundheit, Bildung, Gleichstellung, menschenwürdige Arbeit.

Die WINI Werte
Icon, Family

Familienunternehmen mit Tradition

Familiengeführt in 4. Generation. 
Mehr als 111 Jahre Erfahrung
in der Holzbearbeitung.

Icon, Handshake

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Wir realisieren Ideen. Ihre Ideen.

Icon, Award

Qualität, Design, Funktionalität

Hochwertig, durchdacht, sicher & flexibel – wir leben Qualität zum Anfassen.

Icon, Fingerprint

Individuelle Lösungen

Wir bauen kundenindividuelle Büromöbel. In Serie.

Icon, Hand-Holding-Heart

Soziale Verantwortung

Unser Ziel ist die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens als Teil einer ökologisch & sozial gesunden Umwelt.

Icon, People-Group

Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern

Nur gemeinsam mit dem Wissen und Können aller WINIs werden wir
die Zukunft meistern.

Icon, Hand-Holding-Seedling

Nachhaltig denken & handeln

Zukunftsorientiert und ökologisch verantwortungsvoll. Seit 1908.

Icon, Location-Smile-Sharp

Regionales Engagement

Aus dem Weserbergland. 
In die Welt.

Nachhaltigkeit muss lebens- und erstrebenswert sein, damit möglichst viele Menschen sie mittragen.

Wohlbefinden, Kooperation, Identität und Sinnstiftung sind die Basis für langfristigen Erfolg.

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen erkennt WINI die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen an und setzt sich aktiv für deren Umsetzung ein.

“Unser größter Hebel für ökologisch sinnvolles Handeln sind unsere Möbel. Wenn wir kreislauffähige Produkte so produzieren, dass sie im Markt gut funktionieren, also auch wirtschaftlich attraktiv sind, werden sie breit angenommen. Dann wird sich unser Ansatz durchsetzen, zum Standard werden und die Wirkung unserer Schritte vervielfachen.”

Jan Hendrik Karsch
Geschäftsführender Gesellschafter WINI Büromöbel
Wirtschaftlichkeit ist kein Gegensatz von Nachhaltigkeit. Wirtschaftlichkeit ist eine Bedingung.

Unser Weg führt uns dahin, wo alles zusammenläuft: ins Unternehmen. 
Hier entscheidet sich, ob Nachhaltigkeit ein Projekt bleibt oder zum Prinzip wird.

Die ökonomische Dimension heißt für uns nicht „billiger“, sondern dauerhaft sinnvoll

Wir denken Produkte als Systeme – umbaubar, anpassbar, erweiterbar und reparierbar.

  • Möbel, die lange im Einsatz bleiben, schonen Ressourcen und Budgets
  • Prozesse, die effizient und transparent sind, machen Verbesserungen möglich
  • Entscheidungen, die wirtschaftlich tragfähig sind, sorgen dafür, dass Nachhaltigkeit nicht dort endet, wo es schwierig wird

Nachhaltigkeit ist eine Qualitätsfrage. Je länger und besser unsere Möbel Produkte genutzt werden können, desto positiver fällt die Gesamtbilanz aus. Deshalb steht Wirtschaftlichkeit bei uns am Anfang der Diskussion: Nur was sich auch trägt, trägt weiter.

Design & Qualität zum Anfassen

Ein Weg mit vielen Schritten

Wenn man so lange wie wir unterwegs ist, weiß man: Es geht darum, die Richtung zu halten und besser zu werden. Seit mehr als einem Jahrhundert bedeutet Nachhaltigkeit bei WINI auch lernen, verbessern und nachschärfen, um Ökologie, Soziales und Ökonomie in ein faires Gleichgewicht zu bringen. Daraus entstehen Möbel, die kreislauffähig gedacht und verantwortungsvoll hergestellt werden.

Ein Weg, der jeden Tag neu beginnt und morgen weitergeht.

Kontakt

Sie möchten noch mehr über das Thema Nachhaltigkeit bei WINI erfahren? Unser Nachhaltigkeitsteam steht Ihnen bei Fragen und Anregungen gerne zur Verfügung.

Häufige Fragen zu nachhaltigen WINI Büromöbeln

Ja. WINI Möbel sind modular aufgebaut und so konzipiert, dass Komponenten instandgesetzt, ausgetauscht oder erweitert werden können. Das unterstützt eine lange Nutzungsdauer und reduziert den Ressourceneinsatz, weil nicht immer das gesamte Möbel ersetzt werden muss.

Für die Bestellung von Ersatzteilen wenden Sie sich an den WINI Service. Die Produktbezeichnung, die Sie für die Anfrage benötigen, finden Sie auf dem Typenschild — bei Tischen unter der Tischplatte, bei Schränken an der Innenseite. Die 10-jährige Nachliefergarantie für gewerbliche Kunden stellt sicher, dass WINI Produkte auch noch Jahre nach dem Kauf mit Ersatzteilen versorgt werden können.

WINI verfügt nicht über das Cradle-to-Cradle-Zertifikat (C2C). WINI entwickelt seine Möbel jedoch nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft: Produkte sind demontierbar, Komponenten austauschbar und Materialien trennbar. Mehr als 90 % der eingesetzten Materialien sind recyclingfähig. Zertifizierungen wie FEMB LEVEL 3, EMAS und der Blaue Engel belegen die Nachhaltigkeitsleistung nach anerkannten Standards.

Die SARA Platte ist eine Spanplatte aus 100 % recyceltem Altholz. SARA steht für Spanplatte Aus Recyceltem Altholz. Die Platte ist PEFC-zertifiziert und erfüllt die E05-Norm. Die Bindung erfolgt ohne Leim auf Basis tierischer Stoffe, die Platte ist vegan. Die SARA-Platte ist optional für alle WINI Tischplatten und Korpusmöbel und ohne Mehrkosten im Vergleich zu herkömmlichen Spanplatten erhältlich.

WINI achtet auf emissions- und schadstoffarme Materialien, die geltenden EU-Vorgaben entsprechen. Zertifikate wie TÜV/GS und der Blaue Engel unterstützen die Prüfung von Sicherheits-, Umwelt- und Gesundheitsanforderungen.

Ja. WINI hat den Digitalen Produktpass (DPP) freiwillig eingeführt – rund 5 Jahre vor der geplanten EU-Pflicht im Rahmen der Ökodesign-Verordnung. Seit Anfang 2025 trägt jedes WINI Möbelstück ein UPID-NFC-Etikett (Unique Product Identifier). Es ist bei Tischen unter der Tischplatte, bei Schränken an der Innenseite angebracht. Per Smartphone-Scan öffnet sich die digitale Produktakte mit Materialzusammensetzung, Zertifikaten, Montageanleitungen und Ersatzteilinformationen. Weitere Informationen: DPP bei WINI

Unsere Produkte sind für eine lange Nutzungsdauer konzipiert. Der modulare Aufbau ermöglicht den Austausch einzelner Komponenten, ohne das gesamte Möbel ersetzen zu müssen. Für gewerbliche Kunden gilt eine 10-jährige Langzeitgarantie – in den ersten fünf Jahren als Vollgarantie inklusive Montage- und Frachtkosten.

Was Sie schon immer über Nachhaltigkeit wissen wollten

In diesem Glossar erklären wir Ihnen kurz und kompakt die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen rund um das weite Thema Nachhaltigkeit. Fehlt Ihnen etwas? Schreiben Sie uns gerne und wir ergänzen dieses Glossar.

Vorab einige Begriffe zur Kreislaufwirtschaft nach dem aktuellen Stand der Definition der ISO 59004. Diese ISO sucht nach Einheitlichkeit in der Begriffsfindung als Basis für weiterführende Normen und Gesetze. Deshalb sind in der geschäftlichen Wortwahl idealerweise die Begriffe der ISO 59004 zu verwenden, wenn man klar und überprüfbar kommunizieren möchte. (In Klammern die Ursprungsbegriffe der bisher nur englischsprachig vorliegenden Norm.)

Begriffsdefinition zur Kreislaufwirtschaft nach ISO 59004
  • Kreislaufwirtschaft (Circular Economy): Ressourcen effizient nutzen, Abfälle minimieren und Kreisläufe schließen
  • Zirkuläres System (Circular System): Ein System mit geschlossenen Material- und Nutzungsschleifen
  • Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development): Entwicklung, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte ausbalanciert
  • Systemdenken (Systems Thinking): Betrachtung von Wechselwirkungen zwischen allen Teilen eines Systems
  • Wertschöpfungskreislauf (Value Cycle): Gesamter Lebensweg eines Produkts und seiner Materialien
  • Zirkuläres Design (Circular Design): Gestaltung, die Reparatur, Wiederverwendung und Recycling erleichtert
  • Design für Langlebigkeit (Design for Durability): Fokus auf robuste, langlebige Materialien
  • Design für Reparierbarkeit (Design for Repairability): Produkte so gestalten, dass sie leicht wieder instand gesetzt werden können
  • Design für Demontage (Design for Disassembly): Einfache Zerlegung in Komponenten
  • Design für Wiederverwendung (Design for Reuse): Produkte oder Komponenten leicht erneut einsetzbar machen
  • Design für Recycling (Design for Recycling): Materialien gezielt so auswählen, dass sie gut recycelt werden können
  • Modulares Design (Modular Design): Austauschbare und unabhängige Baueinheiten ermöglichen Anpassungen und Reparaturen
  • Stakeholder‑Einbindung (Stakeholder Engagement): Einbindung relevanter Akteure in Entscheidungen und Prozesse
  • Kollaborative Wertschöpfung (Collaborative Value Creation): Gemeinsame Entwicklung zirkulärer Lösungen über Unternehmensgrenzen hinweg
  • Materialkreislauf (Material Cycle): Umlauf von Materialien durch Nutzung, Aufbereitung und Wiedereintritt in Produktion
  • Sekundärrohstoffe (Secondary Raw Materials): Wiedergewonnene Materialien für neue Produkte
  • Biologische Kreisläufe (Biological Cycles): Organische Materialien, die natürlich abbaubar und zurückführbar sind
  • Technische Kreisläufe (Technical Cycles): Industrielle Materialien wie Metalle oder Kunststoffe in technischen Kreisläufen
  • Materialzirkularitätsrate (Material Circularity Rate): Anteil recycelter bzw. wiederverwendeter Materialien
  • Zirkuläre Leistungsindikatoren (Circular Performance Indicators): Kennzahlen zur Messung der Zirkularität eines Systems
  • Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment / LCA): Bewertung der Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus
  • Ökobilanz (Environmental Footprint): Messung von Umweltauswirkungen wie CO2, Wasser oder Ressourcenverbrauch
  • Kreislauf-Reifegrad (Circularity Maturity Level): Grad, in dem ein Unternehmen oder System zirkuläre Praktiken umgesetzt hat
  • Vermeidung (Avoidance): Ressourcenverbrauch und Abfall von Beginn an minimieren
  • Reduzierung (Reduction): Verbrauch von Material und Energie senken
  • Wiederverwendung (Reuse): Produkte nochmals nutzen, ohne sie grundlegend zu verändern
  • Reparatur (Repair): Defekte wieder funktionsfähig machen
  • Wiederaufarbeitung (Refurbishment): Aufwerten eines gebrauchten Produkts
  • Remanufacturing (Remanufacturing): Industrielle Generalüberholung bis zur Nähe eines Neuprodukts
  • Recycling (Recycling): Aufbereitung von Materialien zu neuen Rohstoffen
  • Rückgewinnung (Recovery): Wertstoff- oder Energiegewinnung aus Reststoffen
  • Kaskadennutzung (Cascading Use): Mehrfache Nutzung eines Materials in abnehmender Qualität
  • Shared Use (Shared Use / Sharing): Gemeinsame Nutzung von Produkten durch mehrere Nutzer
  • Lebensdauerverlängerung (Lifetime Extension): Maßnahmen zur Verlängerung der Nutzungszeit eines Produktes
  • Zirkuläre Geschäftsmodelle (Circular Business Models): Geschäftsmodelle mit Fokus auf Wiederverwendung, Service oder Rücknahme
  • Produkt‑als‑Service (Product-as-a-Service / PaaS): Nutzer zahlt für Nutzung, nicht für Besitz
  • Leasingmodell (Leasing Model): Produkt wird temporär überlassen statt verkauft
  • Rücknahmeprogramm (Take-back Program): Hersteller holen Produkte nach Nutzung zurück
  • Reverse Logistics (Reverse Logistics): Logistikprozesse für die Rückführung von Produkten oder Materialien
  • Wertschöpfungspartner (Value Chain Partners): Unternehmen entlang der gesamten Kette, die gemeinsam Zirkularität ermöglichen

WINI Nachhaltigkeitsglossar

von A wie Abfallvermeidung bis Z wie Zero Emissions

Müll gar nicht erst entstehen zu lassen – z. B. durch weniger Verpackung, langlebige Produkte, Reparieren und Wiederverwenden. Das ist nachhaltig, weil dadurch Rohstoffe, Energie und CO2 eingespart werden und Umweltbelastungen durch Entsorgung oder Recycling sinken.

Biobasierte Kunststoffe bestehen mindestens zu einem Anteil aus nachwachsenden (meist pflanzlichen) Rohstoffen. Entgegen der landläufigen Meinung sind biobasierte Kunststoffe jedoch nicht immer biologisch abbaubar. Für biobasierte Kunststoffe können Stärke (z. B. Maisstärke) Cellulose oder Zucker als Hauptquellen dienen. Auch Kunststoffe wie PE oder PET, die meist als erdölbasiert eingestuft werden, können anteilig mit biobasiertem Kunststoff erzeugt werden. Formbare Teile oder auch transparente Lösungen sind machbar. Wann biobasierte Kunststoffe nachhaltiger sind, ist eine Frage der ökologischen Zielsetzung, des Einsatzbereiches und der Zusammensetzung. Meist sind die Zutaten regionaler verfügbar und besser in der CO2-Bilanz, in der Regel sind sie auch als Müll biologisch verträglicher abbaubar. Andererseits sind erdölbasierte Kunststoffe je nach Anwendungsbereich gegebenenfalls langlebiger. Zudem ist erdölbasierter Kunststoff in solchen Mengen “in der Welt”, dass diese Ressource nicht ungenutzt bleiben kann.

Die Circular Economy (Kreislaufwirtschaft) ist ein wirtschaftliches Modell, das darauf abzielt, Ressourcen zu schonen und Abfälle zu minimieren. Im Gegensatz zum linearen Wirtschaftsmodell, bei dem Produkte nach ihrer Nutzung entsorgt werden, sollen in der Circular Economy die Rohstoffe eines Produktes am Ende des Produktlebens (End of life) wieder aus dem Produkt gewonnen werden, um als Rohstoffe zur Produktion des nächsten Produktes zu dienen. Damit würden Rohstoffe im Kreis zirkulieren. Abfälle würden vermieden und der Bedarf an neu generierten Rohstoffen sinken, was die Umwelt vor den Belastungen durch die Gewinnung von Rohstoffen bewahrt.

(engl.: von der Wiege zur Wiege) Entwickelt wurde das Konzept u.a. von Michael Braungart, (heute Professor für Verfahrenstechnik und Chemie an der Leuphana Universität Lüneburg) der in diesem Zusammenhang auch den Begriff »Ökoeffektivität« geprägt hat. Ziel ist es, alle Einzelteile eines Produkts vollständig wieder bis zu ihrem Ursprung rückzubauen und wieder verwenden zu können. Grundidee ist, dass es in der Natur eigentlich keinen Müll gibt, sondern alle Materialien Ressourcen sind. Das Cradle-to-Cradle-Prinzip geht von zwei Kreisläufen aus, die sich ergänzen: Von einem technischen Kreislauf, in dem Stoffe ohne Qualitätsverlust rezykliert werden können, und einem natürlichen Kreislauf, in dem Stoffe immer wieder durch Kompostierungsprozesse Nährstoffe für Neues sind.

Damit jedes Produkt in seiner Gänze wiederverwendet werden kann, braucht es ein neues Produktionskonzept, denn derzeit können wir nur einen Bruchteil der Dinge wiederverwenden, da durch Verklebung, Verschweißung, Verbindung mit anderen Produktelementen ein verlustfreier »Rückbau« meist erschwert oder unmöglich ist.

(engl.: von der Wiege bis zum Tor) Eine Phase aus der “Lebenswegbetrachtung eines Produktes, zum Beispiel in der Ökobilanzierung. Die Betrachtungsphase reicht von der Gewinnung der Rohstoffe, über die Verarbeitung und Produktherstellung bis zur Übergabe an den Nutzer. Spätere Auswirkungen durch die Nutzung des Produktes oder das Recycling werden noch ausgeklammert.

(engl: von der Wiege bis zum Grab) Der Cradle-to-Grave-Zyklus meint eine Bewertung, die die Lebensphasen eines Produkts vom Zeitpunkt der Rohstoffbeschaffung, über die Erstellung und Nutzung bis zur Entsorgung des Produkts verfolgt. Also Cradle-to-Gate, erweitert um die beiden nachfolgenden Phasen der Nutzung und Entsorgung eines Produktes. In der sogenannten Linearen Wirtschaft beschreibt Cradle-to-Grave” das gesamte “Leben” eines Produktes mit allen Auswirkungen auf das Klima, die Gesundheit oder die Umwelt. Sollte es jedoch durch die Materialauswahl und die Konstruktion eines Produktes gelingen, dass das Produkt nicht entsorgt wird, sondern komplett wieder in die Ausgangsrohstoffe für neue Produkte zerlegt werden kann, entsteht ein Kreislauf: Cradle-to-Cradle.

Der Corporate Carbon Footprint (CCF) beschreibt die Gesamtmenge an Treibhausgasemissionen (einschließlich der CO₂-Emissionen), die direkt oder indirekt durch die Geschäftstätigkeit von Unternehmen entstehen. Der CCF verschafft Unternehmen einen Überblick darüber, wo genau innerhalb ihrer betrieblichen Prozesse und Wertschöpfungskette Treibhausgasemissionen entstehen und wie hoch diese sind. Somit sammeln Unternehmen Daten, anhand derer sie sich Reduktionsziele setzen können.

Die Abkürzung „CSR“ steht für den englischen Begriff „Corporate Social Responsibility“. Direkt übersetzt kann also von der unternehmerischen sozialen Verantwortung gesprochen werden. Übertragen auf den deutschen Sprachraum wird unter CSR  die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Wirtschaftens verstanden.

Corporate Sustainability Reporting  (im aktuellen Kontext der Nachhaltigkeitsberichterstattung) – Gemeint ist die unternehmerische Berichterstattung zur Nachhaltigkeit (Berichtspflicht)

Corporate Sustainability Reporting Directive – Die Direktive, (das Regelwerk, die Vorgabe), nach dem ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt werden muss.

End of life (eines Produktes)

End of use (eines Produktes)

Die Abkürzung für die drei nachhaltigkeitsbezogenen Verantwortungsbereiche eines Unternehmens Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Darunter fallen beispielsweise die Punkte Umweltverschmutzung, Arbeitssicherheit sowie die Steuerungs- und Kontrollprozesse eines Unternehmens. In der Unterscheidung zu CSG wird bei ESG eher auf messbare Ergebnisse quantitativer Ziele geachtet.

EUDR (Deforestation Regulation der Europäischen Union) – EU-Verordnung

Verbrauch und Handel mit holzbasierten Rohstoffen und Produkten sollen nicht zur Entwaldung und/oder zu einer weiteren Verschlechterung der Waldökosysteme beitragen. Die Verordnung gilt ab 30.12.2025, die letzte Übergangsfrist endet am 1.7.2026. Die betroffenen Erzeugnisse müssen ab 30.12.2025 entwaldungsfrei sein. Das heißt, dass es auf den Erzeugungsflächen der relevanten Rohstoffe nicht zur Umwandlung von Wäldern in landwirtschaftlich genutzte Flächen kam und dass es keine Erntevorgänge gegeben hat, die nicht nachhaltig sind und zu einer Verringerung oder zu einem Verlust der biologischen oder wirtschaftlichen Produktivität und Komplexität der Waldökosysteme führt.

FSC (zertifizierte Holzherkunft)

FSC-zertifiziert steht für "Forest Stewardship Council" zertifiziert. FSC ist ein internationales Zertifizierungssystem für Waldwirtschaft. Es soll sicherstellen, dass Holz- und Papierprodukte aus Wäldern stammen, die nach strengen ökologischen, sozialen und ökonomischen Standards bewirtschaftet werden. In der Büromöbelbranche zeigt das FSC-Siegel an, dass die verwendeten Holzmaterialien aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen und somit zur Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft beitragen.

Das Forest Stewardship Council wurde 1993 von der Umweltorganisation Greenpeace gegründet. FSC prüft nach selbst festgelegten international vergleichbaren Standards.

Die ISO 59000-Normenfamilie ist eine neue Reihe (2024) von internationalen Normen, die ein gemeinsames Verständnis und einheitliche Leitlinien für die Umsetzung der Circular Economy in Organisationen schaffen soll. Ziel der Circular Economy ist es, Rohstoffe möglichst lange in möglichst hoher Qualität zu erhalten und zu nutzen. Dies erfolgt durch die Umgestaltung von Produkten, Dienstleistungen und Wertschöpfungsketten, wodurch der Bedarf an Primärressourcen gesenkt und zunehmend durch Sekundärressourcen gedeckt wird.

Die ISO 59000-Normenfamilie besteht bislang aus sieben Dokumenten, die Vokabular, Grundsätze und Leitlinien festlegen.

Die Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, alle für die Produktion und das Produkt erforderlichen Ressourcen in einem Kreislauf der Nutzung und Wiederverwendung ohne Verlust oder Abfall zu halten.

Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten.

Unternehmen müssen entlang der gesamten Lieferkette die Einhaltung von Menschenrechten sicherstellen. Themenbereiche:

  • Verbot von Kinderarbeit unter dem zulässigen Mindestalter
  • Verbot der schlimmsten Formen der Kinderarbeit
  • Verbot von Zwangsarbeit
  • Verbot der Sklaverei
  • Einhaltung des Arbeitsschutzes
  • Verbot der Missachtung von Koalitionsfreiheit
  • Ungleichbehandlung
  • Gerechte Entlohnung
  • Verbot der Herbeiführung einer schädlichen Bodenveränderung, Gewässer- und Luftverunreinigung
  • Verbot von widerrechtlicher Zwangsräumung / Entzugs von Land, von Wäldern und Gewässern
  • Verbot / Beauftragung von Sicherheitskräften

Unternehmen ab 3.000 Mitarbeitenden (Aktiengesellschaften) waren ab 1.1.2023 verpflichtet, dass Lieferkettengesetz vollumfänglich umzusetzen. Seit 1.1.2024 gilt diese Pflicht für alle Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden.

Das lineare Wirtschaftssystem ist das derzeit vorherrschende System nach dem „take-make-waste“ (dt. nehmen – herstellen – wegwerfen) Prinzip und unterscheidet sich von der Kreislaufwirtschaft durch die fehlende Zirkularität. Rohstoffe werden abgebaut, Produkte hergestellt, verkauft, konsumiert und dann weggeworfen. Dies hat die Rohstoffverknappung, Emissionen, große Abfallmengen und damit verbundene Umweltbelastungen zur Folge.

Teil der “nicht-finanziellen Berichterstattung”

In Deutschland sind größere Unternehmen zu einem Nachhaltigkeitsbericht verpflichtet: mit einer Bilanzsumme von über 20 Mio. Euro, mehr als 40 Mio. Euro Umsatz, mit mehr als 500 Mitarbeitern und Kapitalmarktorientierung und Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften. Ab 1.1.2025: Ausweitung auf alle großen Unternehmen (unabhängig von ihrer Kapitalmarktorientierung) ab 250 Mitarbeitern. Ab 1.1.2026: Ausweitung auf kleine und mittlere Unternehmen mit zehn oder mehr Mitarbeitern bei Kapitalmarktorientierung. Der Nachhaltigkeitsbericht ist durch einen Wirtschaftsprüfer oder zertifizierte Serviceanbieter zu prüfen. Die Form des Nachhaltigkeitsberichtes ist nicht klar vorgegeben. Empfohlen wird eine Vorgehensweise nach bewährten Standards, die den korrekten Umfang gewährleisten. Dazu gehört u.a. auch EMAS III.

Zum Nachhaltigkeitsbericht gehören auch soziale Themen wie die Lieferkettenbetrachtung. Auch der Themenbereich Klimagase (THG)/CO2 ist zu berichten. In welchem Umfang richtet sich nach der Wesentlichkeit des Themas für das Geschäftsprinzip. Ab 2024 muss der Nachhaltigkeitsbericht als Teil des Lageberichtes eingebunden werden. Ein separater Nachhaltigkeitsbericht ist nur zusätzlich erlaubt.

Themenbereiche des Nachhaltigkeitsberichts:
  • Umweltthemen: Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Schonung der Wasser- und Meeresressourcen, Kreislaufwirtschaft, Verhinderung von Umweltverschmutzung und Wahrung der biologischen Vielfalt.
  • Gesellschaftliche Themen: Sicherstellung von Chancengleichheit für alle Mitarbeiter:innen, Gleichstellung der Geschlechter, Herstellung von sicheren Arbeitsbedingungen bei guter Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und die Achtung der Menschenrechte.
  • Governance-Themen: Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens (auch in Bezug auf Nachhaltigkeitsbelange) sowie Korruptions- und Bestechungsbekämpfung, das politische Engagement des Unternehmens und etwaige Lobbying-Aktivitäten.

Der Product Carbon Footprint (PCF) ist die etablierteste Methode zur Ermittlung der Klimawirkung eines Produkts. Während des gesamten Lebenszyklus eines Produkts - von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling oder der Entsorgung - entstehen klimarelevante Auswirkungen in Form von Treibhausgasemissionen. Beim CO2-Fußabdruck geht es nicht nur - wie der Name vermuten lässt - um Kohlenstoffdioxid-Emissionen, sondern auch um andere Treibhausgase.

Die Klimawirkung der verschiedenen Treibhausgase wird in CO2-Äquivalenten ausgedrückt, da die Gase unterschiedliche Erderwärmungspotenziale haben.

  •  Methan (CH4)
  • Lachgas (N2O)
  • Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs)
  • Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs)
  • Schwefelhexaflourid (SF6)
  • Stickstofftrifluorid (NF3)

Die Ökobilanzierung für ein Produktes lässt sich für definierte Abschnitte des “Produktlebens" betrachten. In der linearen Wirtschaft geht ein Produktleben von A1-C4, also von der anfänglichen Rohstoffbeschaffung bis zur Beseitigung der Abfälle nach Ende der Entsorgungsphase. In der Kreislaufwirtschaft wird der “Abfall" als Nährstoff für neue Produkte definiert. Deshalb wird unter D das Potenzial für die Wiederverwertung betrachtet. Die Benennung der Phasen mit einheitlichen Kürzeln erleichtert die Strukturierung von Analysen und die Kommunikation darüber.

Zertifizierte Holzherkunft

PEFC-zertifiziert steht für "Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes". Es handelt sich um ein internationales Waldzertifizierungssystem, das sicherstellt, dass Holz- und Papierprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Für die Büromöbelbranche bedeutet dies, dass Möbel, die mit dem PEFC-Siegel gekennzeichnet sind, aus verantwortungsvollen Quellen stammen, wodurch der Schutz der Wälder gefördert wird.

Die PEFC-Initiative wurde 1999 gegründet und ist seit 2004 weltweit aktiv. PEFC prüft die Einhaltung gültiger ISO-Normen länderindividuell.

Die Product Category Rules (PCR) für Büromöbel werden voraussichtlich 2025/26 eingeführt. Dies ist Teil eines Projekts, das Methoden zur Erhöhung der Lebensdauer und Kreislauffähigkeit von Möbeln festlegt und zu testen ist. Die PCR bieten grundlegende Regeln für die Umweltdeklaration von Produkten und sind entscheidend für die Vergleichbarkeit und Nachhaltigkeit von Büromöbeln.

Refurbishing (oder refurbished) meint man die qualitätsgesicherte Überholung und Instandsetzung von Produkten und ihre anschließende Wiedervermarktung.

Produkte und Prozesse ganz neu denken, z.B. essbares Besteck, Produkte mieten statt besitzen, Rufbus statt Linienbus, autonomes Fahren statt fahrergelenkt…

Steigerung der Effizienz bei der Produktherstellung oder -Nutzung durch geringeren Verbrauch an natürlichen Ressourcen und Materialien

Wiederverwendung eines ausrangierten Produkts, das noch in gutem Zustand ist und seine ursprüngliche Funktion wieder erfüllt, durch einen anderen Verbraucher oder Weiterverwendung für einen anderen Zweck.

Reparatur und Wartung eines defekten Produkts, damit es in seiner ursprünglichen Funktion weiter verwendet werden kann.

Aufbau eines neuen Produktes aus ausrangierten Teilen. Die erweiterte Ebene des Refurbishings, bei dem ein Komplettprodukt lediglich durch Austausch einiger Teile modernisiert oder Instand gesetzt wird

Die Bewertung von Treibhausgas-Emissionen eines Unternehmens wird nach dem Greenhouse Gas Protocol in drei Betrachtungsfelder aufgeteilt:

  • Scope 1: direkte Emissionen eines Unternehmens, z.B. das CO2, das von der Fahrzeugflotte eines Unternehmens ausgestoßen wird.
  • Scope 2:  indirekte Emissionen, z.B. die Energieversorgung der Produktion, die bereits bei ihrer Gewinnung Emissionen verursacht.
  • Scope 3: indirekte Emissionen, die nicht im direkten Einflussbereich des Unternehmens stehen, wie z.B. die Lieferkette.

Die SEAQUAL INITATIVE ist eine globale Gemeinschaft aus NGOs, Fischern, Forschern, Wissenschaftlern, Behörden und privaten Interessenvertretern. Gemeinsam setzen sie sich für die Reinigung der Meere, von Flüssen und Flussmündungen, Stränden und Küstenlinien ein. Zertifizierte Hersteller produzieren aus diesem scheinbar nutzlosen Müll ein Hightech-Garn, das in Sachen Nachhaltigkeit und Ressourcenverbrauch seines gleichen sucht: SEAQUAL® YARN. Die bei WINI eingesetzte Stoffkollektion QUEST von Camira besteht zu 75% aus SEAQUAL-Garn.

Im Jahr 2015 hat die Weltgemeinschaft die Agenda 2030 verabschiedet und damit 17 globale Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals (SDGs), für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. Die Agenda ist ein Fahrplan für die Zukunft, mit dem weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und dabei gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahrt werden. 

Treibhausgase, die zum Klimawandel beitragen. Kohlenstoffdioxid CO2 ist nur eines davon. Andere THGs sind teilweise mehr oder weniger klimaschädlich als CO2. Zur besseren Vergleichbarkeit werden entsprechend der unterschiedlichen Klimawirksamkeit die anderen THGs auf CO2-Klimawirksamkeit umgerechnet. Die Angabe ist dann CO2-eq (CO2-Äquivalent), als “entspricht … kg CO2”. (Weitere Informationen siehe auch unter PCF)
 

TCPP ist ein Phosphorsäureester und wird als Flammschutzmittel verwendet, unter anderem auf Stoffen. Da er kaum wasserlöslich ist und sich seit ca. 1960 aufgrund eines breiten Einsatzes über Jahrzehnte in der Umwelt anreichert, gilt er als potenziell gefährlich. (Z.B. erwähnt im WINI OFML-Newsletter 10/2023: Camira Replay … ist frei von TCPP)

Abkürzung und Sammelbegriff für flüchtige organische Substanzen (engl. volatile organic compounds), die bei Raumtemperatur (oder höher) in die Luft ausgasen (und einen negativen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen haben könnten). Viele dieser Substanzen sind nicht schädlich, aber einige können z. B. Reizungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen etc. auslösen. Zu den VOCs gehört z. B. auch Formaldehyd. VOCs können beispielsweise entstehen durch Weichmacher in Kunststoffen, Lösungsmittel in Lacken, Flammschutzmittel, Schimmelhemmer in Kartonverpackungen, Tenside.

Waste of electrical and electronic equipment

Das Elektrogesetz (ElektroG) schreibt vor, dass sich “in-Verkehr-Bringer" von Elektrogeräten bei der Stiftung ear (Elektronik-Altgeräte Register) registrieren lassen müssen. Dies dient der Identifizierung für kontrollierte Recycling-Prozesse. WINI ist registriert mit der WEEE-Nr. DE32810288 als Anbieter von elektrisch verfahrbaren Tischsystemen. Auch die Zulieferer der Elektrokomponenten wie LINAK oder Bachmann als Zulieferpartner haben eigene WEEE-Registrierungsnummern. Aufgrund des separaten Batterie-Entsorgungsgesetzes (BattG) führt WINI seit der Einführung der akku-betriebenen Tische die zusätzliche WEEE-Nr. DE73030483 für diese Komponente. Die WEEE-Nr. ist auch auf den Umweltproduktdatenblättern der Serien mit entsprechenden Elektrokomponenten angegeben.

Zero Emissions bedeutet, dass bei einem Prozess, Produkt oder einer Aktivität keine direkten Schadstoff- oder Treibhausgasemissionen entstehen (z. B. im Betrieb eines Fahrzeugs oder einer Anlage). Im Sinne der Nachhaltigkeit senkt das Klimabelastung und Luftverschmutzung – vorausgesetzt, auch die Energie- und Lieferkette dahinter ist möglichst emissionsarm.

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